Poetikdozentur 2024

  • Die Poetikvorlesung als Genre: Daniel Kehlmanns Beitrag »Gattungen, Tonfälle, Stimmen«

    Poe­tik­vor­le­sun­gen stel­len eine Beson­der­heit inner­halb der lite­ra­ri­schen und aka­de­mi­schen Land­schaft dar. Sie bie­ten eine ein­zig­ar­ti­ge Platt­form, auf der Schriftsteller:innen ihre poe­to­lo­gi­schen Ansät­ze und indi­vi­du­el­len Schaf­fens­pro­zes­se reflek­tie­ren und einem Publi­kum prä­sen­tie­ren kön­nen. Ein ein­drucks­vol­les Bei­spiel gab Dani­el Kehl­mann mit sei­ner Poe­tik­vor­le­sung im Rah­men der Tübin­ger Poe­tik­do­zen­tur im Novem­ber 2024. Kehl­mann, ein Autor, der stets die Gren­zen…

  • »Man muss der Anwalt seiner Figuren sein«: Ambivalente Figuren in Daniel Kehlmanns Lichtspiel und Nora Bossongs Reichskanzlerplatz

    Nicht nur, wenn man zum ers­ten Mal kon­fron­tiert wird mit den Schre­cken der Nazi­zeit und den unzäh­li­gen Men­schen, die das alles haben gesche­hen las­sen, stellt man sich die Fra­ge: Wie hät­te ich wohl selbst gehan­delt? Wel­che Prio­ri­tät hat mora­li­sche Inte­gri­tät, wenn man dafür das eige­ne Leben und die Sicher­heit gelieb­ter Men­schen aufs Spiel set­zen muss?…

  • Kehlmann als literarischer Regisseur der Geschichte

    Der his­to­ri­sche Roman ist ein in der Gegen­warts­li­te­ra­tur belieb­tes Gen­re. Dani­el Kehl­mann gilt als Exper­te auf dem Gebiet und zieht mit sei­nen Büchern sowie sei­ner öffent­li­chen Prä­senz vie­le Leser:innen an. Anläss­lich der Tübin­ger Poe­tik-Dozen­tur 2024 sprach er mit Nora Bossong, die ihren his­to­ri­schen Roman Reichs­kanz­ler­platz (2024) vor­stell­te, über den Pro­zess des Schrei­bens über Geschich­te und…

  • Zwischen Fakten und Fiktion: Kehlmanns Drehbuch zur Kafka-Serie

    100 Jah­re nach Franz Kaf­kas Tod sind kaum Details über sein Leben unent­deckt geblie­ben. Sta­pel von Tage­bü­chern und Brie­fen sowie sei­ne Wer­ke geben Gene­ra­tio­nen von Leser:innen Auf­schlüs­se über sein Leben, und trotz­dem bleibt Kaf­ka ein Mys­te­ri­um. Dies trägt zur andau­ern­den Fas­zi­na­ti­on nicht nur sei­ner Wer­ke, son­dern auch sei­ner Per­son bei, und es wird immer wie­der…