Literaturkritik
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Über Jenny Erpenbecks »Dinge, die Verschwinden« (2025) und was davon bleibt
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Jenny Erpenbeck war vergangenen Herbst als Referentin der Tübinger Poetik-Dozentur zu Gast an der Universität Tübingen. Jetzt, wo der Winter verschwunden und die Wiesen wieder frühlingsgrün sind, lohnt es sich, ein sonniges Plätzchen aufzusuchen und in Erpenbecks Prosawerk zu blättern über »Dinge, die verschwinden« (2025). Dabei begegnet einem genau das richtige…
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Vergessen, um neu zu erinnern
Judith Schalansky legt mit ihrem Roman »Verzeichnis einiger Verluste« eine literarisch ansprechende Überlegung vor, wie die Vergangenheit und das Erinnern zum neuen Möglichkeitsraum künftigen Handelns werden. In seinem Opus Magnum Wahrheit und Methode (1960) entfaltet der Philosoph Hans-Georg Gadamer sein Verständnis von Hermeneutik. Die Hermeneutik ist seit jeher die Lehre des Verstehens und somit ein…
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»Noch Wach?« — von einem Mann über einen Mann
Der »erste große #MeToo Roman«, so heißt es über Benjamin von Stuckrad-Barres neusten Roman Noch Wach? Erschienen ist der Roman im April 2023 und somit sechs Jahre, nachdem der #MeToo-Skandal losgetreten wurde, und zwei, Jahre nachdem Julian Reichelt sich nicht mehr Chefredakteur der Bildzeitung nennen darf. Auf letzteren scheint der Roman ja massiv anzuspielen, auch wenn…